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© Fashionjunk

„In Hamburg sind alle Menschen schön“, verkündet Mario breit grinsend. Und weil ich in Hamburg war, wurde ich auch kurzerhand abgelichtet für das Blog, das er gemeinsam mit Ksenia betreibt. Unter dem Titel Fashionjunk publizieren die beiden Hamburger Streetfashion. Ich habe Mario und Ksenia in der Schanze getroffen und auf einem ihrer Streifzüge begleitet …

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Wie das Foto aussieht, das die beiden von mir gemacht haben, seht Ihr nach dem Sprung.

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AnnaWintourIch gebe es zu. Ich bin ein bisschen neidisch, dass R. J. Cutler den Dokumentarfilm über die Entstehung der Septemberausgabe 2007 der Amerikanischen Vogue gemacht hat und nicht ich. Darum war ich neugierig, den Regisseur auf einer Podiumsdiskussion bei Barnes & Nobles persönlich zu treffen. Zur Feier des Erscheinens der DVD The September Issue saß er dort mit Vogue-Kreativchefin Grace Coddington und Editor in Large André Leon Talley. Ohne Chefredakteurin Anna Wintour, die wohl nicht mehr von sich preisgeben wollte als im Film zu sehen ist – immerhin ihr Haus, ihre Familie, ihre Machtpolitik.

William Norwich stellte den drei ein paar Fragen, bevor mehr als 300 Leute sich für eine Unterschrift auf ihrer DVD anstellten. Und ich beschloss, bis zur nächsten Fashionweek zu warten, um die beiden wieder zu treffen …

Wussten Sie vorher wie der Film am Ende aussehen würde?

R. J. Cutler: Ich hatte eine Ahnung, eine Hoffnung. Als Dokumentarfilmemacher muss man Optimist sein und das verfolgen, von dem man glaubt, dass es die Geschichte ist. Am Ende wurde der Film aus 320 Stunden Filmmaterial zusammengeschnitten.

Was überraschte Sie an Chefredakteurin Anna Wintour?

R. J. Cutler: Wie groß sie in einem Raum ist. Und wie zierlich und klein in Person.

Was ist so interessant an der Vogue?

R. J. Cutler: Anna Wintour und die Geschichte eines gewissen Standards. Eine Seite Vogue kostet oft 50.000 Dollar in der Produktion.

Grace Coddington: Am Ende des Tages schätzen die Leute Qualität.

André Leon Talley: Die Perfektion. Wenn man etwas richtig machen will, kostet es etwas. Ich finde, dass es ohne Graces Stylings keine Vogueausgabe gäbe, die wir genießen könnten.

Grace

Grace Coddington

Auf was könnten Sie in der Modewelt verzichten?

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rucksack04
© Gettyimages

Sonst sieht man sie eigentlich nur an Touristen. Praktisch, ergonomisch, auf dem Rücken sitzend, gefüllt mit Stadtplänen, Thermoskannen und Pausenbroten für die Wanderung durch den Großstadtdschungel. In den 90er-Jahren hatten sie ein kurzes modisches Hoch, jenseits von Klassenzimmern, als Ersatz der Handtasche im Miniformat für Briefbörse, Lippenstift und Wohnungsschlüssel.

Für lange Zeit danach waren sie verpönt, ja sogar verschrien als Ausdruck des Praktischen, der so sehr dem entgegensteht, was gemeinhin als modisch betrachtet wird. In etwa so praktisch wie Sandalen zu weißen Tennissocken. Aber das Image scheint sich zu wandeln. Bei Lanvin und Gucci (s.o.) tragen Models Rucksäcke über den Laufsteg. Darf man das jetzt wieder tragen? Ich mache einen Selbstversuch…

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Was wäre, wenn ich noch einmal 20 wäre, statt in Hamburg schon in New York leben würde und mich entschieden hätte, statt Industrial Design Modedesign zu studieren? Würde ich mich bei „Parsons, The New School for Design“ bewerben, oder beim „F.I.T, The Fashion Institute of Technology“? Auf der Suche nach einer Antwort habe ich am Sonntag die 11. Fusion Fashion Show besucht, einen jährlichen Wettbewerb zwischen den beiden Schulen. Es geht dabei um den Titel der besten Modedesignschule Amerikas. Je 15 Studenten, also insgesamt 30 Modedesigner, entwerfen je 5 Outfits und schicken darin ihre Mitstudenten über den Laufsteg. Eigentlich eine gute Gelegenheit, um sich in eine der beiden Schulen zu verlieben, dachte ich mir. YouTube Preview Image © Musik: Ian Turner

Aber ich verliebte mich nicht. Stattdessen berührten mich Kollektionen auf beiden Seiten: Die verstrickten Wollanzüge des F.I.T. Studenten Darryl Cooks und die mit Ketten gebändigten Flatterroben von Parsons Studentin E’lan Byrd. So harmonierte mein Urteil nur was die Schichtenkollektion des F.I.T. Studenten Mackenzie Sam betraf mit dem der Jury. Ich hätte ihn allerdings nicht als 1. sondern als 3. Sieger nach meinen Favoriten gewählt.

NewDesigner Fotos © Fusion Fashion Show

Die meisten Punkte der Jury gingen an Mackenzie Sam (im Bild oben links) vom F.I.T und Nathan Green (im Bild oben rechts) von Parsons. Lobende Erwähnungen bekamen Danae McCarthy vom F.I.T (im Bild unten links) und Meghan Spielman von Parsons (im Bild unten rechts).

IMG_2314

Gewinner-Outfit von Mackenzie Sam

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Bild 13

Bild 15
© Bjørg Jewellery

In Paris auf der Messe bin ich dem skandinavischen Schmucklabel das erste Mal begegnet und nein, es handelt sich nicht um Schmuck der isländischen Sängerin mit ähnlichem Namen, wie man vielleicht annehmen möchte. Auch wenn es gut sein könnte, passt doch der teils sehr morbide Stil gut in die Feenwelt Islands.

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2

Noch drei Tage und das Herbst-Winter-2010-Modenschau-Quartett ist vollständig. Und die von New York nach London, von Mailand nach Paris gereisten Modemenschen fliegen in alle Welt zurück nach Hause. Mit neuen Trends im Kopf, Visitenkarten in der Tasche und Geschichten auf den Lippen: Welche Schauen wurden von den meisten Kennern verfolgt? Wer saß wo (oder wo nicht) in der ersten Reihe? Wie sehen Models ohne Schminke aus? Wo übernachtet man am stylischsten? Und wo kann man sehen, was den Gästen am besten gefallen hat? Antworten nach dem Sprung …

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© Gettyimages

… könnte ein Werbeslogan für das Produkt sein, das vor kurzem auf meinem Schreibtisch gelandet ist. Es geht um L’Axelle Wohlfühlpads für die Achseln, die so unschöne Schweißflecken verhindern sollen, wie sie die Achseln des Twilight-Stars Robert Pattinson (oben) zieren. Ihn macht es nicht unbedingt weniger sexy, Normalsterbliche allerdings schon, besonders in Bewerbungsgesprächen, beim Date oder in anderen brenzligen Situationen. Da nützt selbst das schönste Kleid nichts! Ich habe mir die Dinger mal genauer angesehen:

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Ende letzten Jahres war ich mit meiner OTTO-Kollegin Mona Dreikauss und der Aid by Trade Foundation in Burkina Faso. Vor Ort wurde uns die Arbeit der Aid by Trade Foundation gezeigt. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, über einen Massnahmenkatalog die Lebenssituation von afrikanischen Baumwollbauern zu verbessern. Im Wesentlichen geht es dabei um die Förderung einer nachhaltigen Bodenbewirtschaftung unter ökologischen und sozialen Aspekten. Die Inhalte werden in Form von Schulungen und Trainings den Bauern nähergebracht. Die verschiedenen Kriterien und Massnahmen sind im „Cotton made in Africa“-Standard festgehalten. Dieser Standard dient später zur Produktkennzeichnung, damit der nachhaltige Gedanke auch beim Konsumenten ankommt. Und weil auch wir in unserem ECOREPUBLIC-Shop Produkte aus dieser afrikanischen Baumwolle anbieten und das Projekt aus vollem Herzen unterstützen, wollten wir vor Ort schauen, wie „Cotton made in Africa“ eigentlich produziert wird.

In diesem Video haben wir versucht, die Stimmung bei unserem Besuch einzufangen:

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Mein Kollege René Murowski hat Mona Dreikauss interviewt, um etwas mehr über die Hintergründe unserer Reise und des Projektes zu erfahren:

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Als ich heute aufwachte, versperrten fette Wattebäusche meine Sicht auf die andere Straßenseite. Jetzt sind sie immer noch da, die nassen, kleinen Feinde des Styles. Ganz New York muss mittlerweile mit einer weißen Schicht überschneit sein. Wie soll man da noch auf die Straße gehen und dort gut aussehen, wo man ankommt? Ich habe mich von den auf der Fashionweek gesehenen Kollektionen inspirieren lassen und fünf verschiedene „Ich-bin-sexy-trotz-Schnee-Stylings“ zusammengestellt.
MantelOverkneesMantel, Trenchcoat, Overknees

PulloveruberstrickjackeLacklegginsParka, Handstulpen, Beinstulpen, Lederleggings

kurzüberlang Baskenmutze

Blazer, Strickjacke, Baskenmütze

Mehr Outfits nach dem Sprung …

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figurine+compositionAls Zugabe zum heutigen Post von Mahret gibt es von mir ein Interview, dass wir mit Modedesign-Student Philipp Reining bei seiner Abschlussprüfung an der AMD in Hamburg geführt haben. Philipp wollte keine schönen Uniformen gestalten, sondern eine schöne Uniformität. So erklärte er Mahret und mir jedenfalls seine Kollektion „Ich-Armeen“. Ein schwieriges Thema, aufwendig umgesetzt. Doch für Philipp wird die strenge Opulenz der drapierten Stoffe, Korsetts und Hosen, die wie jene aus dem Zweiten Weltkrieg geschnitten sind, seinem hohen Anspruch an Qualität gerecht. Mit diesem (und einem Praktikum bei Alexander McQueen im Lebenslauf) wird er sich nun auf den Weg machen und hoffentlich in London oder Paris (Sein Traumziel: das junge Label Rue du Mail) ankommen. Wir drücken die Daumen!

YouTube Preview Image © Musik: Ian Turner

phil

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